Wissenswertes über Erdgas 

Erdgas, ein Naturprodukt

Erdgas ist ein Naturprodukt, das zum überwiegenden Teil (98 %) aus Methan (CH4) besteht. Es ist ungiftig, geruchlos und leichter als Luft. Die Abgase aus Erdgasfeuerungen sind geruchlos und frei von Feinstaub- und Rußpartikel. Schadstoffbildende Komponenten wie Fluor, Chlor und deren Verbindungen sind in Erdgas praktisch nicht enthalten. Auch die Emission von Stickoxiden (NOX), die bei jedem Verbrennungsprozess entsteht, ist beim Einsatz von Erdgas im Vergleich zu anderen Brennstoffen gering.

Geringe CO2-Emissionen

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Erdgas bzw. Methan weist im Gegensatz zu Heizöl und Kohle ein sehr günstiges Wasserstoff-Kohlenstoffverhältnis von 4:1 auf (CH4). Bei der Verbrennung von vier Wasserstoffatomen bleibt somit nur ein Atom Kohlenstoff zur Bildung von Kohlendioxid (CO2), das hauptsächlich an der Entstehung des Treibhauseffektes beteiligt ist. Das Wasserstoff- Kohlenstoffverhältnis beträgt bei Heizöl 2:1, bei Kohle 1:2. Somit ist der CO2-Ausstoß bei Erdgas im Vergleich zu Heizöl oder Kohle besonders niedrig. Erdgas ist praktisch frei von Schwefel. Dadurch entsteht bei der Verbrennung von Erdgas so gut wie kein Schwefeldioxid (SO2), das für den sauren Regen und für das Waldsterben mitverantwortlich ist.

CO2 hat nach den heutigen Erkenntnissen einen wesentlichen Einfluss auf die Erwärmung der Erdatmosphäre. Der Einsatz von Erdgas anstelle anderer fossiler Energien trägt zur Entlastung der Atmosphäre von CO2 und damit zur Milderung des Treibhauseffekts bei.

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Transport

Erdgas gelangt als Primärenergie über ein weitverzweigtes Netz aus unterirdischen Leitungen direkt zum Endverbraucher. In regelmäßigen Abständen (250 km) angebrachte Verdichterstationen sorgen für die richtige „Reisegeschwindigkeit“ des Gases. Um den Druck auf die örtlichen Gasleitungen anzupassen, gibt es Gasdruckreduzierstationen. Der Transport erfolgt zur Gänze unterirdisch, ohne Geruchs- und Lärmbelästigung, und ohne Belastung der öffentlichen Verkehrswege.

Der Geruch von Erdgas

Das von Natur aus geruchlose Erdgas wird aus Sicherheitsgründen in den Druckreduzierstationen mit einem Geruchstoff versetzt (odoriert). Dadurch kann ausströmendes Erdgas sofort wahrgenommen werden und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.
Bei der Montage des Erdgaszählers erhalten Sie von unseren Mitarbeitern einen Folder mit einer Geruchsprobe von Erdgas, damit Sie ausströmendes Erdgas sofort erkennen. 

Entstehung von Erdgas

Erdgas entstand vor vielen Millionen Jahren (ca. 20 bis 200 Mio. Jahren) aus großen Mengen abgestorbenen und abgesunkenen Planktons – das sind frei im Meer schwebende, einzellige und auch größere vielzellige pflanzliche und tierische Lebewesen. Erdgas enthält die Energie der Sonne, die in Pflanzen und Tieren gespeichert und über lange Zeiträume in Kohlenwasserstoffe umgewandelt wurde.
Im Laufe weiterer Jahrmillionen wurden die so am Meeresgrund entstandenen Faulschlammschichten von undurchlässigen Gesteinsschichten (Sedimenten) überdeckt. Unter Sauerstoffabschluss entstand durch bakterielle Zersetzung, Gärung und andere chemische Prozesse Erdölmuttergestein und daraus Bitumen, Erdöl und Erdgas. Erdgas ist aber auch als Folgeprodukt der Steinkohle bekannt. Beim Absinken ausgereifter Kohlelagerstätten in tiefere Zonen erfolgte eine so genannte „Nachinkohlung“ bei höherem Druck und höheren Temperaturen. Dabei wurde Erdgas freigesetzt. In die heutigen Lagerstätten stieg Erdgas durch Wanderung (Migration) bis zu undurchlässigen, abdeckenden Gesteinsschichten auf. Der charakteristische Aufbau und die vielfältige Zusammensetzung der Moleküle, hauptsächlich aus Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und auch Stickstoff (N), weisen auf die Entstehung von Erdgas aus organischem Material hin. (Quelle: www.erdgas.ch)

Erdgasvorkommen

Erdgas kommt weltweit in großen Sedimentbecken vor. Die derzeit bekannten, sicher gewinnbaren Welterdgasreserven reichen mehr als 60 Jahre, mit den zusätzlichen Erdgasressourcen ergibt sich eine statische Reichweite von über 200 Jahren. Diese Reichweite ist in den vergangenen Jahren laufend gestiegen, weil mehr Erdgas entdeckt als gefördert wurde. Der Großteil der Vorräte lagert in Regionen, die als Lieferländer für Europa in Betracht kommen.erdgasvorkommen web

Erdgasexploration und -förderung

Erdgas lagert in porösen Gesteinsschichten unter einer undurchlässigen Deckschicht. Um erdgashaltige Speichergesteine zu finden, werden geophysikalische Untersuchungen wie z.B. seismische Messungen, gravimetrische, erdmagnetische und geoelektrische Verfahren angewendet. Durch sie ist eine Bestimmung der Lage und der Art erdgashöffiger Gesteinsschichten möglich. Um potentielle Erdgaslagerstätten zu erkunden und zu erschließen, muss an Land oder off-shore zum Teil sehr tief gebohrt werden. Das Bohrloch verringert sich bei einem Anfangsdurchmesser von etwa 76 cm teleskopartig auf ca. 18 cm an seinem Ende.

Erdgasspeicherung

Zum Ausgleich der kontinuierlichen Förderung von Erdgas und der jahreszeitlich schwankenden Erdgasnachfrage wird Erdgas in Porenspeichern oder Kavernenspeichern „zwischengelagert“.

  

Die TIGAS verfügt durch ihre Beteiligungen an der Bayerngas Norge AS und der Bayerngas GmbH über eigenes Erdgas. Klicken Sie hier.